Allgemein
Zukünftige Ausrichtung Templins diskutiert
Nach seinen Visionen für die zukünftige Ausrichtung der Stadt Templin wurde Wolfgang Seyfried, SPD-Kandidat für die Bürgermeisterwahl, von interessierten Bürgern am Mittwochabend befragt. Zum inzwischen fünften Stadtteilgespräch lud der SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Kreistagsabgeordnete dieses Mal ins Multikulturelle Centrum ein. „Templin goes green“ war ein Motto, das Regine Kik aus Netzow als Vorschlag in die Diskussion einbrachte. Damit war nicht unbedingt eine bundesdeutsche Partei gemeint, sondern das Ziel, die Perle der Uckermark langfristig auch als ökologisch ausgerichteten Standort zu entwickeln. „Es könnte ein Ansatz sein, der zusätzlich Menschen in unsere Stadt zieht“, ergänzte sie ihre Gedanken über ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Kommunen in der Region. Über das Thema Energie wurde in dem zweistündigen Bürgergespräch viel diskutiert, was nicht zuletzt den Nachfragen von Bauunternehmer Jochen Köhn geschuldet war, der erneut ein umfassendes Energiekonzept ansprach. Den Bildungsstandort Templin weiter zu etablieren und Mehrgenerations- und Bildungs-Projekte zu unterstützen, hielt eine Vertreterin des Lebensgarten e.V. für wichtig und verwies auf die zugezogenen Familien, die sich aus diesen Gründen für ein Leben in Templin entschieden hätten. Auch die Touristische Infrastruktur, die Verkehrsführung und die Zukunft des Bürgergartens wurden den Bürgern angesprochen. Kathrin Frese, Leiterin des MKC, interessierte sich für Seyfrieds Einstellung zur Kulturförderung. Der Kandidat positionierte sich und signalisierte in allen Fragen weiterhin Gesprächsbereitschaft. „Wir müssen über alles miteinander reden können.“, betonte er und stellte in Aussicht, als künftiger Bürgermeister solche Beratungsgespräche mit den Bürgern regelmäßig fortführen zu wollen. „Diese könnten dann themenorientiert oder völlig offen stattfinden.“ Eine stärkere Einbindung der Einwohner in die Gestaltung und Entwicklung der eigenen Stadt, ist dem Sozialdemokraten wichtig. Er möchte sich künftig für eine bessere Kommunikation zwischen Verwaltung, Stadtverordneten und Bürgern einsetzen und als Vermittler fungieren. Die bisherige Ausrichtung der Stadt mit Schwerpunkt auf Tourismus- und Gesundheitswirtschaft, Dienstleistungen und Handwerk sowie Land- und Forstwirtschaft sei der richtige Weg gewesen, „Die Aussicht auf die Ansiedlung großer Industriebetriebe war und ist eher gering.“, so Seyfried. Das Potential als Wohnstandort für ältere Menschen birgt, aus seiner Sicht, wiederum Perspektiven für die jüngeren Generationen. Ob er sich als innovativen Bürgermeister einschätzen würde, wollten die Gäste wissen. „Sicher werde ich nicht alles umkippen, was bisher entstanden ist und beschlossen wurde“, antwortet Seyfried mit einem Lachen und bewertet, dass sich in der Stadt und den Ortsteilen vieles, leider nicht alles, in den letzten Jahren gut entwickelt hat. „Aber ich bin für neue Vorschläge immer offen und bringe selber einige Ideen mit, für die es dann zukünftig in der Stadt und bei den politischen Entscheidungsträgern zu werben gilt. Das geht nicht im Alleingang. Der Bürgermeister hat auch nur eine von 29 Stimmen in der Stadtverordnetenversammlung“, betont Wolfgang Seyfried.
Verfasser: Christian Hartphiel
Artikel veröffenlicht am 19. Januar 2010
