Am 12.04.2012 fand in den Räumlichkeiten des rekonstruierten Museums in Templin der diesjährige Jahresempfang des SPD-Ortsvereins Templin zum Thema „Arbeit“ statt. Neben Minister Baaske, Landrat Schulze und Bürgermeister Tabbert waren eine ganze Reihe weiterer Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik anwesend, sodass ein interessanter Austausch stattfinden konnte. Hier zwei Auszüge aus meinem Redebeitrag zum Thema der Veranstaltung:
„Wenn die Arbeitslosenstatistik (vgl. http://statistik.arbeitsargentur.de für die Uckermark im März 2012) über 12.000 Menschen als Arbeitslose und auf der anderen Seite nur 489 gemeldete Arbeitsstellen ausweist, so gibt es noch viel zu tun. Diese 12.000 von der Statistik als arbeitslos geführte Menschen erhalten von der Gesellschaft Leistungen aus dem SGB III bzw. dem SGB II. Sie müssen ihre Ausgaben stärker kontingentieren als viele andere Menschen mit geregeltem, regelmäßigem und auskömmlichem Einkommen. Und auch wenn sie nach ihrem Eintritt in die Altersrente aus der Arbeitslosenstatistik herausfallen, wird es ihnen und damit uns nicht besser gehen. Die Mittel die ihnen fehlen, fehlen letztlich auch den Unternehmen in unserer Region und damit der gesamten Gesellschaft. Wer wenig Geld hat, wird in der Regel auch nicht viel ausgeben können.
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Aber eines bleibt doch wohl bestehen: Arbeit und Lohn müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen. Wenn ich gestern in der Templiner Zeitung (S. 13) lesen musste: „In Templin und Umgebung haben im März 1.115 Männer und Frauen aufstockende Leistungen bezogen, obwohl sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen.“, so bin ich mir nicht sicher, ob dies immer so ist. Natürlich ist mir klar, dass gering qualifizierte Tätigkeiten und geringerer Beschäftigungsumfang dabei durchaus auch eine Rolle spielen kann. Und mir ist auch klar, dass es Menschen gibt, die einen geringeren Beschäftigungsumfang wünschen um so die Arbeit mit der Familie in Einklang zu bringen. Dass unter den „Aufstockern“ auch 392 Frauen und Männer sind, die einer selbständigen Tätigkeit nachgehen, kann dem Gedanken vom Wert der Arbeit durchaus noch einen traurigen Impuls dazu geben.“
